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Verneinung

  • Ne parolu, sed laboru! – Sprich nicht, sondern arbeite!
  • Nek li nek ŝi respondis. – Weder er noch sie antworteten.
  • Li neniam ridas. – Er lacht nie.
  • Ŝi nenion diris, sed rapide foriris. – Sie sagte nichts, sondern ging schnell fort.

💡 Merke: Anders als im Deutschen gibt es keine doppelte Verneinung. Ein einziges neni--Wort verneint bereits den ganzen Satz: Ŝi diris nenion (wörtlich „Sie sagte nichts").

Mem / Sola

  • Mi mem faris tion. – Ich habe das selbst gemacht.
  • Mi sola faris tion. – Ich habe das allein gemacht.

⚠️ Achtung: mem (selbst, eigenhändig) ist nicht sola (allein, ohne andere) – „ich selbst" ist nicht „ich allein".

Estas …-e

In solchen Sätzen folgt immer ein Umstandswort auf -e:

  • estas frue – es ist früh
  • estas facile – es ist leicht
  • estas bone – es ist gut
  • estas necese – es ist notwendig

(In all diesen Sätzen gibt es nichts, dessen Eigenschaft ein Eigenschaftswort beschreiben könnte. Daher wird die Endung für Umstandswörter benutzt.)

Das unpersönliche „es" bleibt unübersetzt. Manchmal kann man sogar estas weglassen:

  • Bone, ke vi venis. – Gut, dass du gekommen bist.
  • Malbone, ke vi ne povas veni. – Schlecht, dass du nicht kommen kannst.

💡 Merke: Kein „Ding" im Satz → Endung -e, nicht -a. Vergleiche estas bone (es ist gut – allgemein) mit la libro estas bona (das Buch ist gut).

Vorsilbe ek-

beginnende Handlung:

  • eksidi – sich hinsetzen
  • ekstari – aufstehen
  • ekkrii – aufschreien
  • ekmanĝi – beginnen zu essen

💡 Eselsbrücke: ek- ist der Startschuss – der Moment, in dem die Handlung losgeht (ekkrii = einen Schrei ausstoßen).

Nachsilbe -aĵ

konkrete Sache:

  • manĝo – Speise
  • trinko – Getränk
  • sendo – Sendung
  • skribo – Schriftstück

💡 Eselsbrücke: -aĵ macht aus einer Tätigkeit ein greifbares Ding:

  • manĝi (essen) → manĝaĵo (die Speise)